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GRS-Studie zu KONRAD-Transporten:

Die Frage ist nicht, ob alles gut gehen könnte, sondern was tatsächlich schief gehen kann.

Am Mittwoch, dem 14. April stellte die Gesellschaft für Reaktorsicherheit im Rathaus der Stadt Salzgitter eine Studie zu den Atommülltransporten zu Schacht KONRAD vor. Das Publikumsinteresse blieb gering, denn das Ergebnis war zu erwarten: Alles ganz harmlos.

"Solange vom Betreiber beauftragte WissenschaftlerInnen sich damit begnügen, nachzuweisen, dass unter bestimmten Annahmen schon nichts passieren wird, statt sich der Frage zu stellen, was im schlimmsten Falle passieren kann, braucht man sich über das geringe Interesse nicht zu wundern", erklärt Peter Dickel für die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V.  "Ob Langzeitsicherheitsbetrachtungen oder Transporte, immer werden nur solche Annahmen betrachtet, die zu geringen Belastungen führen, aber eben alles andere als zwingend sind. So werden bei den Transporten nur Abfälle betrachtet, deren Einlagerung die Gutachter für wahrscheinlich halten, nicht die, die genehmigt sind. Wie schnell sich aber die Zusammensetzung der Abfälle ändern kann, zeigt nicht zuletzt die politische Begehrlichkeit, Abfälle aus ASSE II nach KONRAD zu bringen.

Für eine fachliche Auseinandersetzung bietet die Studie leider keine Grundlage und als Marketing-Instrument war sie nicht sehr wirksam, wie das geringe Publikumsinteresse zeigt." 

15. April 2010

 

Gewinnspiel: Mit dem "natur

 

Der unabhängige Ökostromanbieter naturstrom bringt Atomkritiker auf die Schiene. Das Unternehmen sponsert den Sonderzug "naturstrom-Express", der am 24. April Teilnehmer zu einer 120 Kilometer langen Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel bringt. Die Menschenkette steht unter dem Motto "KettenreAktion: Atomkraft abschalten!" und wird von einem breiten Bündnis aus Umweltorganisationen, Verbänden, Parteien und Gewerkschaften getragen.

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Der "naturstrom-Express" fährt über Kassel, Göttingen und Braunschweig nach Itzehoe. Von dort aus gibt es kostenlose Shuttle-Busse zu den einzelnen Streckenabschnitten der Menschenkette.  Die NATURSTROM AG wurde 1998 mit Sitz in Düsseldorf gegründet. Heute gehört naturstrom zu den führenden unabhängigen Anbietern von Strom, Gas und Wärme aus Erneuerbaren Energien und beliefert bundesweit über 65.000 Kunden. Neben der Belieferung mit Energie nur aus regenerativen Quellen setzt die NATURSTROM AG auf den Ausbau der Erneuerbaren Energieanlagen, um so Schritt für Schritt die konventionelle Energieerzeugung ablösen zu können. Etwa 160 derartige Anlagen sind durch Mitwirkung der NATURSTROM AG bereits ans Netz gebracht worden.

50.000 demonstrierten in Berlin gegen Atomenergie:
              Region Braunschweig stark vertreten            
TreckerpatenDas ASSE II - Debakel hat wesentlich dazu beigetragen, dass es eine
neue Welle der Auseinandersetzung um Atomenergie gibt und so kann es
nicht wundern, dass sich auch aus der betroffenen Region Braunschweig
zahlreiche Menschen am Anti-Atom-Protest in Berlin am vergangenen
Samstag beteiligten.    

Schon der Anti-Atom-Treck aus Gorleben, der in der Vorwoche durch die
Region gezogen war, war überall herzlich begrüßt und unterstützt
worden und einige Landwirte aus der Region schlossen sich dem Treck
an. Landwirt Ludwig Wasmus aus Salzgitter-Bleckenstedt, der selber
mitfuhr: „Zahlenmässig waren wir unter den 350 Treckern in Berlin
sicherlich eine Minderheit, aber es ist wichtig, dass die
Landwirtschaft wieder klarer Flagge zeigt." Zahlreiche Firmen wie
Solvis in Braunschweig, Elm-ASSE-Windstrom oder antec Energiesysteme
aus Evessen, sponserten den Treck, aber auch Privatpersonen, wie
LehrerInnen der Christophorus-Schule in Braunschweig oder der
Ortsbürgermeister von Salzgitter-Ost, Karl-Heinz Schünemann, und sein
Stellvertreter Jörg Langenberg (Foto), übernahmen
Treckerpatenschaften.

10 Busse aus der Region  (aus Braunschweig, Cremlingen, Helmstedt,
Salzgitter, Sickte und Wolfenbüttel) fuhren nach Berlin, viele
Menschen aber auch mit Bahn oder eigenem PKW.

Auf der Abschlußkundgebung überbrachte Ingo Hummel die Grüße der IG
Metall Salzgitter-Peine (Rede in der Anlage / Foto: Andreas Conradt /
www.PubliXviewinG.de ) und den Goldenen Motor, der dem Treck bei der
Kundgebung vor VW-Salzgitter am Montag vergangener Woche übergeben
worden war. Und auch das in Berlin eine Video-Botschaft des IG
Metall-Vorsitzenden Berthold Huber von der IG Metall - Veranstaltung
in Frankfurt eingespielt wurde, folgte einer Anregung aus der Region:
„Wir haben seit langem eine enge Zusammenarbeit mit den
Gewerkschaften", sagt Peter Dickel von der Arbeitsgemeinschaft Schacht
KONRAD e.V., „darum war es eigentlich schade, dass nicht mehr
KollegInnen mitkommen konnten nach Berlin. Darum haben wir der IG -
Metall den Austausch von Video-Botschaften vorgeschlagen und in dem
Moment standen 50.000 und Berlin und 45.000 in Frankfurt gemeinsam für
Atomausstieg - Erneuerbare Energieen und eine eine nachhaltige
Energiezukunft."

Der Trägerkreis von Treck und Demonstration, in dem auch die
Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. mitarbeitete, erklärte am
Samstag, von den 50.000 in Berlin sei ein klares Signal ausgegangen:
„Die Zeit des Wartens auf den Atomausstieg ist vorbei ! Nach ASSE II
und Krümmel und dem Gerede von Laufzeitverlängerungen sind die
Menschen es einfach leid. Wir haben heute den Schulterschluß erlebt,
zwischen dem jahrzehntelangen Widerstand an den Standorten und aus den
Bürgerinitiativen, der erstarkten Branche der Erneuerbaren Energien,
den um nachhaltige, sozialverträgliche Arbeitsplätze streitenden
Gewerkschaften und einer für die Bewahrung der Schöpfung eintretenden
Kirche. Keine Regierung soll glauben, dass sie gegen diese deutliche
Mehrheit der Bevölkerung an der Atomenergie festhalten kann !"

Ingo Hummel,
Vertreter der IG Metall und Vertrauensmann im Volkswagenwerk Salzgitter
Ingo Hummel,Vertreter der IG Metall und Vertrauensmann im Volkswagenwerk Salzgitter

Kolleginnen und Kollegen

Hallo Berlin,

Wir Metaller in der Region Peine-Salzgitter leisten seit vielen Jahren aktiven Widerstand gegen das geplante Atommüllendlager Schacht KONRAD. Das ist auch kein Wunder, denn Tausende von Arbeitsplätzen liegen in Sichtweite des Schachts. Deshalb ist es in unserem Bewußtsein tief verankert, dass man sich mit der Atommüllproblematik auseinandersetzen muss.

Am Montag haben sich im Rahmen des Trecks die Gorleben-Bauern mit den Motoren-Bauern des VW Werks Salzgitter getroffen. Als Abgesandter der IG Metall bringe ich einen Motor mit. Dieser Motor geht mit auf die Reise ins Wendland. Er ist ein Zeichen für unsere Verbundenheit im Kampf gegen die Atompolitik und er ist ein Symbol: Die IG Metall ist ein Motor im Widerstand gegen Schacht KONRAD. Nur ein Beispiel: 2006 gingen über 5000 Kolleginnen und Kollegen aus den Metallbetrieben während der Arbeitszeit vor die Werkstore um gegen KONRAD zu protestieren.

Denn eines ist für uns klar: Wir wollen nicht das Atomklo der Nation werden!

Aber so ein Motor kann auch ins Stocken geraten. Die geplanten Transportwege und der Einlagerungsschacht befinden sich nur fünfhundert Meter von unseren Arbeitsplätzen entfernt. Stellt Euch vor, es gäbe einen Transportunfall mit Atommüll direkt neben den Werken der Automobil- und Stahlindustrie. Das würde das Aus für unsere (Zahl) Arbeitsplätze bedeuten.

Während die Atomenergie unsere Arbeitsplätze gefährdet, schaffen die Erneuerbaren Energien sichere Arbeitsplätze. Bei der Salzgitter AG arbeiten schon jetzt 1000 Kolleginnen und Kollegen an der Produktion für Stahl für Windkraftwerke. Bundesweit sind es 280.000 Menschen im Bereich der erneuerbaren Energien, ein Sektor mit starker Wachstumstendenz.

Die Strukturentscheidungen über die Zukunft unserer Energieversorgung fallen jetzt. Die Investitionen in die Energieversorgung stehen jetzt an. Und da muss es eine klare Entscheidung geben, für Energieeinsparung und Erneuerbare und gegen Atom und Kohle.

Denn beides zusammen geht nicht.

Das heißt für uns aber auch, dass die Kolleginnen und Kollegen, die in der Branche der erneuerbaren Energien arbeiten genauso tarifliche Entlohnung und gewerkschaftliche Rechte bekommen müssen wie in anderen Bereichen. Man kann die Produkte nicht von den Bedingungen trennen, unter denen sie produziert werden.

Der Großteil meiner Kolleginnen und Kollegen kann heute nicht hier sein, da in Frankfurt am Main die zentrale Demonstration der IG Metall unter dem Motto "Gemeinsam für ein gutes Leben" stattfindet. Damit aber deutlich wird, dass wir zwar an unterschiedlichen Orten heute demonstrieren, aber in vielen Bereichen für die gleichen Ziele kämpfen, gibt es noch ein Grußwort aus Frankfurt.

Liebe Freundinnen und Freunde, wenn man mit 25kmh durch’s Land zuckelt, wie wir das mit dem Treck diese Woche getan haben, merkt man mal wieder, wie schön es eigentlich bei uns ist. Diese Natur muss für die kommenden Generationen erhalten werden und dafür lohnt es auch, sich einen krummen Rücken auf dem Traktor zu holen. Lasst uns weiter zusammen dafür kämpfen, dass wir eine Welt ohne Atomenergie erleben.

Und deshalb "Mal richtig abschalten!"

Demo-Berlin/Erste Reaktion Trägerkreis]

Mehr als 350 Trecker und ca. 50.000  Menschen setzen zur Stunde in
Berlin ein machtvolles Zeichen:

Atomenergie hat in Deutschland keine Zukunft !

Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien

Rund 50.000  Menschen und mehr als 350 Trecker beteiligen sich zur
Stunde an der bundesweiten Anti-Atom-Demonstration in Berlin und
erteilen der weiteren Nutzung der Atomenergie eine klare Absage.  

Dazu erklärt der Trägerkreis von Anti-Atom-Treck und Demonstration*:

?Von dieser Demonstration geht ein klares Signal aus:  Die Zeit des
Wartens auf den Atomausstieg ist vorbei ! Nach ASSE II und Krümmel und
dem Gerede von Laufzeitverlängerungen sind die Menschen es einfach
leid. Wir haben heute den Schulterschluß erlebt zwischen dem
jahrzehntelangen Widerstand an den Standorten und aus den
Bürgerinitiativen, der erstarkten Branche der Erneuerbaren Energien,
den um nachhaltige, sozialverträgliche Arbeitsplätze streitenden
Gewerkschaften und einer für die Bewahrung der Schöpfung eintretenden
Kirche. Keine Regierung soll glauben, dass sie gegen diese deutliche
Mehrheit der Bevölkerung an der Atomenergie festhalten kann !         
Dieser Widerstand hat in seiner gesellschaftlichen Breite eine völlig
neue Qualität erreicht.  Politisch ist die Atomenergie tot ! "

Mehr als 350 Trecker, v.a. aus Lüchow-Dannenberg, aber auch aus
anderen Teilen Norddeutschlands und aus Brandenburg standen schon
gegen Mittag vom Brandenburger Tor bis zur Siegessäule. Viele Anhänger waren als politische Themenwagen geschmückt oder von Firmen und
Verbänden gestaltet.    

Für den Nachmittag wird die Direkteinspielung eines Beitrages von der
IG-Metall Großveranstaltung in Frankfurt mit einem Grußwort des 1.
Vorsitzenden Berthold Huber erwartet.

*Die Anti-Atom-Demo wird veranstaltet von einem Trägerkreis aus Bund
für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), .ausgestrahlt, der
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, der
Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad,der Bäuerlichen Notgemeinschaft
(Wendland), Campact und Robin Wood.    

Weitere Informationen zur Demo unter
http://www.anti-atom-treck.de

Donnerstag, 03. September 2009,  10.00 Uhr

 Jeden Tag eine gute Tat und manchmal auch zwei:

Endlager Morsleben besetzt: "Stoppt das dreckige Atomgeschäft"

Während der Kundgebung am Endlager Morsleben haben etwa 200 Menschen das äußere Tor des Endlagers Morsleben geöffnet und sind auf das Gelände vorgedrungen. Zwei Aktivisten haben den Siloturm besetzt und ein Transparent "Stoppt das dreckige Atomgeschäft" aufgehängt.

Anders als beim gestrigen Besuch in ASSE II reagierte die Polizei mit Pfefferspray und Hundeeinsatz, 10 Personen wurden verletzt und müssen z.T. ärztlich behandelt werden. Grotesk: Betroffen sind u.a. 7 teilnehmende Clowns, von denen nun wirklich keine Gefahr ausgeht. Die Kundgebung wurde unterbrochen, der Betreiber bot Gespräche an.

 

Donnerstag, 03. September 2009,  06.40 Uhr

Jeden Tag eine gute Tat:

Anti-Atom-Treck besucht Sigmar Gabriel im ARD-Morgenmagazin

Anti-Atom-Treck veranstaltet bei ASSE II Tag der offenen Tür. 

Da Bundesumweltminister Gabriel die freundliche Einladung abgelehnt hatte, sich vor dem Treck zu den Konsequenzen aus ASSE II für KONRAD zu äußern, besuchten TreckteilnehmerInnen heute spontan eine Life-Sendung des ARD-Morgenmagazins mit Gabriel in Remlingen. Für den Blitzbesuch fuhren einige der schnellen Trecker mit Themenwagen spontan die 30 Km von Helmstedt nach Remling zurück und müssen jetzt sehen, wie sie den Treck wieder einholen.

Die erste Frage stellte die Vorsitzende der BI Lüchow-Dannenberg, Kerstin Rudek, die nicht nur fragte, wann nach dem Bekanntwerden der Fälschungen und Täuschungen endlich Schluss ist mit Gorleben, sondern gleich auch noch einen Aufruf für die Demonstration in Berlin am Samstag absetzte.  Nach seiner Auffassung, wiederholte Gabriel, sei Gorleben tot.

Unter großem Befall forderte Landwirt Ludwig Wasmus aus Salzgitter auch für KONRAD Konsequenzen aus der ASSE II zu ziehen und erinnerte Gabriel, dass er vor der Bundestagswahl 2005 noch entschieden gegen KONRAD gewesen sei und erklärt habe, mit der damals geplanten Flutung der ASSE II sei alles in bester Ordnung. An diese Wahlveranstaltung konnte Gabriel sich indes nicht mehr erinnern: Er sei schon immer gegen die ASSE II gewesen und damals ja gar nicht zuständig. Soviel zur Halbwertszeit der Erinnerung von Politikern. 

 

 

Anti - Atom - Treck heute 

Donnerstag, 03. September 2009

 Heute:  Morsleben -> Magdeburg -> Genthin  - und noch 3 Tage bis Berlin !

BreakingNews:  

Anti-Atom-Treck besucht Sigmar Gabriel im ARD-Morgenmagazin in Remlingen - Mit schnellen Treckern von Helmstedt zurück in die ASSE:  (Wiederholung) Da Bundesumweltminister Gabriel am Dienstag in Salzgitter die freundliche Einladung abgelehnt hatte, sich vor dem Treck zu den Konsequenzen aus ASSE II für KONRAD zu äußern, besuchten TreckteilnehmerInnen heute spontan eine Life-Sendung des ARD-Morgenmagazins mit Gabriel in Remlingen. Für den Blitzbesuch fuhren einige der schnellen Trecker mit Themenwagen spontan die 30 Km von Helmstedt nach Remling zurück und müssen jetzt sehen, wie sie den Treck wieder einholen. Die erste Frage stellte die Vorsitzende der BI Lüchow-Dannenberg, Kerstin Rudek, die nicht nur fragte, wann nach dem Bekanntwerden der Fälschungen und Täuschungen endlich Schluss ist mit Gorleben, sondern gleich auch noch einen Aufruf für die Demonstration in Berlin am Samstag absetzte. Nach seiner Auffassung, wiederholte Gabriel, sei Gorleben tot. Unter großem Befall forderte Landwirt Ludwig Wasmus aus Salzgitter auch für KONRAD Konsequenzen aus der ASSE II zu ziehen und erinnerte Gabriel, dass er vor der Bundestagswahl 2005 noch entschieden gegen KONRAD gewesen sei und erklärt habe, mit der damals geplanten Flutung der ASSE II sei alles in bester Ordnung. An diese Wahlveranstaltung konnte Gabriel sich indes nicht mehr erinnern: Er sei schon immer gegen die ASSE II gewesen und damals ja gar nicht zuständig. Soviel zur Halbwertszeit der Erinnerung von Politikern. 

Das war gestern: Nach einem spontanen Besuch im Wortsinne auf der Schachtanlage ASSE II fuhr der Treck durch Remlingen und verließ nach Begrüßung durch die Bürgermeisterin der Samtgemeinde Schöppenstedt, Ruth Naumann, den Landkreis Wolfenbüttel Richtung Helmstedt. Viele Menschen und kleine Aktionen in den Ortschaften an der Strecke, Rundfahrt durch und Kundgebung in Helmstedt, bevor es  zum Treck-Qurtier in Bad Helmstedt ging, wo der Tag mit Life-Musik ausklang. 

Am heutigen Donnerstag startet der Treck schon um 08.00 Uhr in Helmstedt und fährt zu einer Kundgebung am Endlager Morsleben (09.00 - 10.00 Uhr), fährt dann über die B1 weiter zu einer Kundgebung in Magdeburg (Domplatz, 13.30 Uhr). Weiter über die B1 geht es dann zum Nachtquartier in Genthin.  mehr Infos zum Tagesverlauf: www.sachsen-anhalt.anti-atom-treck.de

Fotos: Wie schon bei der Lichterkette rufen wir auf, Fotos und Clips vom Treck für ein öffentliches Album zur Verfügung zu stellen. Bitte nur Fotos, die ohne Rechtebindung und frei verfügbar sind. Bitte unbedingt nur "Anti-Atom-Treck" im Betreff. Adresse: album@anti-atom-treck.de

 

Schlag auf Schlag - Pünktlich zur Kundgebung des Anti-Atom-Trecks in Morsleben:

Endlager-Standorte starten Morsleben-Kampagne 

Donnerstag, 03. September 2009, 09.00 Uhr

Pünktlich zur Kundgebung des Anti-Atom-Trecks am heutigen Donnerstag um 09.00 Uhr ist die Internet-Seite www.morsleben-kampagne.de freigeschaltet worden. Sie wird von den vier Endlagerstandorten als Teil einer Informationskampagne zur geplanten Schließung der maroden Atommüllkippe betrieben. 

Morsleben wurde von der DDR in den 60er / 70er Jahren parallel zur ASSE II im Westen errichtet. Allerdings wurde die größere Menge des dort liegenden Atommülls erst nach 1990 auf Druck der damaligen Bundesumweltministerin Angela Merkel vom Westen aus in das schon damals brüchige Bergwerk eingelagert. Jetzt soll das Bergwerk durch den Bau von "Barrieren" und die Verfüllung mit Salzbeton geschlossen werden. KritikerInnen bezweifeln, das technische Maßnahmen ausgleichen können, was die geologischen Bedingungen vor Ort nicht liefern: Sicherheit.  In der für den Herbst angekündigten förmlichen "Öffentlichkeitsbeteiligung" (8-wöchige Auslegung der Planunterlagen) wollen die Endlager-Standorte die kritische Auseinandersetzung vor Ort und bundesweit organisieren.

 In der Endlager-Koordination arbeiten die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V., die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V., die BI Morsleben, sowie der ASSE-II-Koordinationskreis seit 2007 zusammen. Die Ergebnisse einer ersten gemeinsamen Kampagne: "Die ASSE bringt es an den Tag" sind bekannt. 

Dienstag, 01. September 2009,  11.00 Uhr

Straße blockiert:

Anti-Atom-Treck gibt Gabriel eine Chance. 

Um dem Bundesumweltminister, der ebenfalls in Salzgitter unterwegs ist, die Chance zu geben, sich zu erklären, hat der Anti-Atom-Treck spontan einen Kreisel und eine Straße unweit des geplanten Einlagerungsschachtes KONRAD 2 besetzt. Gabriel hat jetzt eineinhalb Stunden Zeit, zum Treck zu kommen und sich zu erklären.

KONRAD-Kläger Landwirt Walter Traube:  "Wir haben das Desaster in ASSE II und wir haben das Desaster in Morsleben. Der Bund als Betreiber darf nicht so tun, als habe dies keine Konsequenzen für Schacht KONRAD" Immerhin hätten die gleichen Behörden und die gleichen Gutachter an beiden Projekten gearbeitet.

Die Forderung: Gabriel soll erklären, welche Konsequenzen er aus ASSE II für KONRAD zieht.

Pikantes Detail: 14 Tage vor der letzten Bundestagswahl hatte Gabriel 2005 in Salzgitter erklärt, Schacht KONRAD müsse verhindert werden, aber in der ASSE II sei mit der damals noch geplanten Flutung alles in bester Ordnung.

 

Anti - Atom - Treck heute 

Sonntag, 30. August 2009

Wegen einiger Rückfragen und Streckenänderungen hier nocheinmal eine aktualisierte Übersicht über die Strecke, die den Anti-Atom-Treck heute von Reddebeitz bis zum Schacht KONRAD in Salzgitter führt.

Größere Aktionen sind v.a. in Braunschweig geplant, wo der Treck um 17.00 Uhr erwartet wird. Bereits ab 15.00 Uhr gibt es an der Paulikirche Informationen und Musik. Ab 16.00 Uhr treffen sich Motorrad-Fahrer an der Autobahnabfahrt Braunschweig-Ost und ab 16.30 Uhr Fahrradfahrer auf dem real-Parkplatz Berliner Straße, um den Treck durch die Stadt zu begeleiten. Nach einer Zwischenkundgebung um 17.30 Uhr an der Paulikirche können sich dann auch Fußgänger der Demonstration in die Innenstadt anschließen. Hier lädt der DGB um 18.00 Uhr zu einer Kundgebung ein. Gegen 19.00 Uhr soll der Treck Braunschweig über die Weststadt und Timmerlah verlassen.

Streckenänderung: Zur Umgehung von Baustellen und Verkehrsengpässen fährt der Treck jetzt über BS-Weststadt - Timmerlah - Groß Gleidingen - Üfingen und Sauingen nach Salzgitter-Bleckenstedt, wo er nach einer Begrüßung Quartier macht. 

Um 19.30 Uhr wird der Treck dann am Schacht KONRAD in Salzgitter erwartet.

Da der Treck ein buntes Ensemble sehr unterschiedlicher Fahrzeuge ist, muss sich erst noch zeigen, ob die angepeilte Geschwindigkeit von 25 km/h realisierbar ist. Insofern bitte wir alle, die den Treck unterstützen wollen, bei Verzögerungen um Verständnis. Auf ihn zu warten lohnt sich.

Fotos: Wie schon bei der Lichterkette rufen wir auf, Fotos und Clips vom Treck für ein öffentliches Album zur Verfügung zu stellen. Bitte nur Fotos, die ohne Rechtebindung und frei verfügbar sind. Bitte unbedingt nur "Anti-Atom-Treck" im Betreff. Adresse: album@anti-atom-treck.de

 

Terminankündigung Braunschweig

Braunschweiger Ärzte fragen:

Machen Atomkraftwerke Kinder krank ?

Diskussion der Kinderkrebsstudie und ihrer Konsequenzen.

Mittwoch, den 26.8.09 

19:00 

Ärztehaus

An der Petrikirche 1,

Braunschweig

mit:

  • Dr. Winfried EisenbergFacharzt für Kinderheilkunde
  • Dr. med. Wolfgang Eberl, Leitender Oberarzt, Klinikum Braunschweig, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Kinder-Hämatologie und -Onkologie, Hämostaseologie

Moderation: Dr. med. Johannes Hauswaldt, Allgemeinarzt in Braunschweig, Dozent der DEGAM, IPPNW Mitglied,

Eine Veranstaltung der Ärzte-Vereinigung IPPNW, Regionalgruppe Braunschweig.

Mehr Informationen zum IPPNW:  http://www.ippnw.de/der-verein.html

Hintergrund:

Wenn von Gefahren durch Atomkraftwerke die Rede ist,denken die meisten Menschen an Störfälle, bei denen Radioaktivität freigesetzt wird, oder an die großen Reaktorunfälle Harrisburg und Tschernobyl. Dass bereits der ganz alltägliche Normalbetrieb von Atomanlagen mit seinen „erlaubten Emissionen“ eine Gefahr bedeutet, ist eher weniger bekannt. Je näher Kleinkinder an einem AKW leben, desto höher ist ihr Risiko, an Krebs zu erkranken. Das wies  Ende 2007 die bisher aufwändigste Studie, die vom Bundesamt für Strahlenschutz in Auftrag gegeben wurde, zweifelsfrei nach. Die Initiative Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW BS), möchte die Ergebnisse der Studie erläutern und zur Diskussion anregen.

Termininfo 

Statusseminar zum Atommüll-Lager Morsleben

Freitag, 21. August (ab 13.30 Uhr)

und Samstag, den 22. August (bis 16.00 Uhr)

Politische Bildungsstätte Helmstedt,

Am Bötschenberg 4, 38350 Helmstedt

Anmeldung und Programm

http://event.boell-net.de/OrgClient/Downloads/6685.pdf

(s. auch Anlage)

Wenn im Herbst die Stillegungspläne für das Atommüll-Endlager Morsleben öffentlich ausgelegt werden, geht es auch um wichtige Vorentscheidungen für ASSE II und Gorleben. Der Standort Morsleben ist nicht besser geeignet für die Endlagerung von Atommüll als ASSE II. Allerdings sind die Probleme im Detail in der Öffentlichkeit bisher weniger bekannt.

Hier soll erstmals ein isoliertes Stillegungsverfahren für ein Endlager durchgeführt werden, dass das Atomgesetz überhaupt nicht vorsieht. Dieser Verfahrensschritt wird eingeführt, weil die Endlager Morsleben und ASSE II nicht einem atomrechtlichen Genehmigungsverfahren unterworfen wurden, sondern per Bundestagsbeschluß zum Endlager erklärt wurden. Dieses Verfahren und das technisches Konzept der Schließung (Barrieren + Salzbeton) könnten unmittelbar Pate stehen für ASSE II.

Weitaus gravierender noch könnte es sein, wenn sich juristisch durchsetzen ließe, dass technische Schließungsmaßnahmen hinreichend sein sollen, um auch die ungünstigsten Standorteigenschaften auszugleichen. Die Forderung nach Alternativen zu Gorleben wäre damit - insbesondere auf dem Hintergrund der Wirtschaftslichkeitsüberlegungen der Atomkonzerne - obsolet.

Die 4 bundesdeutschen Endlagerstandorte werden die Auslegung der Planunterlagen mit einer breiten Öffentlichkeitskampagne begleiten. Im Vorfeld haben sie bei der Heinrich-Böll-Stiftung die Durchführung eines Statusseminars „Stilllegung des Endlagers für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM)Öffentlichkeitsbeteiligung und Einwendungen“ angeregt, zu dem wir hiermit noch einmal herzlich einladen.

Anti-Atom-Treck nach Berlin

Gewerkschafterin Buntenbach übernimmt 

Treckerpatenschaft für Salzgitteraner Bauern 

Salzgitter-Bleckenstedt 

am Transparent "Motoren, Stahl und Rüber statt Atommüll und Lügen"

(Ortseingang, gegenüber Schacht KONRAD)

Anti-Atom-Treck

Am 29. August starten die Gorleben-Bauern zu einem Treck nach Berlin, wo am Samstag, dem 5. September eine bundesweite Demonstration gegen Atomenergie stattfinden soll. Auf ihrem Weg werden sich Trecker aus Lüneburg, Braunschweig, Salzgitter, Wolfenbüttel und anderen Gegenden anschließen. Der Treck kommt am Sonntag, dem 30. August um 19.30 Uhr nach Salzgitter, wo am Montag, dem 31. August zahlreiche Aktionen stattfinden. Zur Finanzierung des Trecks haben Firmen, Organisationen und Einzelpersonen Patenschaften übernommen.

Annelie Buntenbach  war acht Jahre Bundestagsabgeordnete für Bündnis 90/Die Grünen, leitete dann die Abteilung Sozialpolitik der IG BAU und ist jetzt Mitglied im geschäftsführenden Bundesvorstand des DGB.

mehr Informationen:

www.anti-atom-treck.de

15.000 Menschen oder mehr haben sich heute trotz Eiseskälte, Wind und leichtem Regen an der 52 km langen Lichterkette von Braunschweig über die ASSE II (Kreis Wolfenbüttel) bis zum Schacht KONRAD in Salzgitter beteiligt.

Die hohe Beteiligung an der ungewöhnlichen Aktion hatte sich bereits in den letzten Tagen abgezeichnet.  In vielen Orten gab es örtliche Vorbereitungskreise, allein im Ort Sickte (im Kreis Wolfenbüttel / 5719 Einwohner) wurden 530 Fackeln verkauft.

Nachbarschaften und Sportvereine beteiligten sich ebenso, wie Firmen und Landwirte mit ihren Treckern, an einer „Treckerstrecke" des Landvolkes Salzgitter in Fümmelse kamen  35 Landwirte mit ihren Traktoren, andere Landwirte sammelten sich am Schacht KONRAD.

Nach Auftaktkundgebungen in Braunschweig (200), bei VW Salzgitter (300)und bei Schacht KONRAD (mehrere hundert Menschen), baute sich die Kette aus Fackeln und Feuertonnen nach und nach auf und war bis 19.00 Uhr geschlossen.

Die Stimmung sei "fantastisch", "grandios" und "unvergleichbar" meldeten die Infopunkte an das Organisationsbüro, die Abstände zwischen den Teilnehmern sei teilweise dichter als 3m, oder sogar "Schulter an Schulter".

In Salzdahlum entzündet die Gruppe contrAtom ein 6m hohes A, aus Metall, das mit getränkten Lappen umwickelt war, Ballonfahrer befeuerten ihre Brenner. An der Strecke gab es Sambagruppen und Feuerjonglage und zahlreiche Aktionen.   

"Ein deutliches Zeichen, dass die Menschen, diesen Umgang mit Atommüll nicht mehr akzeptieren", sagte Ursula Schönberger von der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD.
Lichterkette 2009,Fotos Walter Wimmer NABU

Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Gewerkschaften der DGB Region SüdOtsNiedersachsen beteiligen sich an der Lichterkette der Atomgegner.

An 4 Standorten werden am Donnerstagabend ab 18 Uhr Infopoints errichtet

- in Braunschweig: an der Kreuzung Kurt-Schumacher Str. / Ecke Kennedyplatz
- in Salzgitter an 2 Standorten: an der Eisenhüttenstraße (Kreuzung L614) und an der Industriestraße Nord (Haupttor VW)
- in Wolfenbüttel: an der Dr.-Heinrich-Jasper-Straße

Die dramatischen Vorgänge im Atomendlager Asse II lassen die bisher verzweifelten und gescheiterten Versuche ein Endlager für atomaren Abfall in Deutschland zu finden deutlich zu Tage treten. Offenbar sind Salzstöcke nicht der geeignete Ort atomar strahlende und wärme entwickelnde Abfallstoffe aufzunehmen. Ob Granitbergwerke besser geeignet sind hat der DGB bereits in der Anhörung zum Endlager Schacht Konrad bezweifelt. Die Transportrisiken sind zudem zwar aktuell aus der Diskussion verschwunden, bestehen aber den-noch weiter. Ein sicheres Endlager für atomare Stoffe ist z. Zt. technisch nicht machbar. Die Konsequenz kann daher nur heißen, bis zur technischen Machbarkeit eines sicheren Endlagers, atomar belasteten Müll rückholbar und sicher zwischen zu lagern. Diese Forderung gilt auch für das eingelagerte Material in der Asse und für die Materialien die in Schacht Konrad eingelagert werden sollen.

Die DGB Region SüdOstNiedersachsen unterstützt den Widerstand der Bürgerinnen und Bürger an der Asse, die Remliger Erklärung und ergänzt sie aus Sicht der ArbeitnehmerInnen.

Die Asse II ist kein normales Bergwerk, sondern Deutschlands größtes bestehendes Atommülllager. Das Deckgebirge der Asse ist weder dicht noch stabil noch trocken, die Gesteinsbewegungen nahmen unerwartet stark zu und seit 1988 fließen täglich 12 Kubikmeter Wasser in den Schacht. Der Atommüll lässt sich nicht dauerhaft vor unkontrollierten Zuflüssen schützen. Aus dieser Not heraus wollen die Betreiber das Bergwerk flüssig verfüllen und den Atommüll nicht rückholbar sich selbst überlassen. Dieser Plan nimmt die Auflösung der Verpackungsgebinde und die Verseuchung des Grundwassers durch austretende Radionuklide innerhalb weniger Jahre bewusst in Kauf.

Wir fordern, Asse II nicht per Flutung stillzulegen. Der Atommüll muss rückholbar bleiben. Alle notwendigen Maßnahmen für eine mögliche Rückholung sind umgehend im Detail zu planen und genehmigungs-rechtlich abzusichern. Damit die Rückholung möglich bleibt, muss das Bergwerk sofort stabilisiert werden.

Parallel dazu müssen in einem öffentlich nachvollziehbaren Prozess schnellstens alle Alternativen zur Flutung und zur Rückholung entwickelt und bewertet werden. Die Risiken müssen von unabhängigen Fachleuten analysiert und die Untersuchungsmethoden und -ergebnisse öffentlich gemacht werden.

Grundlage für alle Planungen und Entscheidungen muss das Atom-recht mit seinen spezifischen Regelungen sein, insbesondere im Hin-blick auf die Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Gesundheit der Bewohner am Assehang und in der Umgebung des Schachtes muss im Vordergrund aller weiteren Planungen stehen, besonders auch die gesundheitliche Unversehrtheit der Beschäftigten. Umgehend müsen umfangreiche gesundheitliche Vorsichtsmaßnahmen für die Beschäftigten ergriffen werden. Die katastrophalen Erfahrungen mit Asse II müssen Konsequenzen für den weiteren Umgang mit der Atomenergie haben. Wer diese Erfahrungen ernst nimmt, kommt um die Erkenntnis nicht herum, dass eine weitere Produktion von Atommüll grundsätzlich nicht zu verant-worten ist.

Wie unter den beschriebenen Umständen Politiker auf die Idee kommen können, Laufzeiten von AKW's zu verlängern, bzw. Neu-bauten zu verlangen, ist nur mit ihrer Nähe zur Atomlobby zu erklären. Jede Anstrengung und Initiative muß in die Förderung von alterna-tiven Methoden der Energiegewinnung fließen.

ödland asse

Dass ASSE II 1964 als Endlager für Atommüll ins Gespräch kam, hat Marie-Luise Könneker als 19-jährige Schülerin erlebt und erlitten. Ihr Vater war Landwirt und Anlieger der ASSE II und stellvertretender Bürgermeister. Am Dienstag kommt die seit langem in Frankreich lebende Autorin nach Remlingen, liest aus ihrem Projekt "dorfgeburt" und berichtet von damals und jener Zeit.

Eine spannende Veranstaltung über Kontinuitäten und Brüche, die nicht nur für die interessant sein sollte, die sich selbst noch erinnern können, sondern auch für alle, die die Probleme um ASSE II gerade erst entdeckt haben; besonders für Journalisten geeignet, die meinen, der Skandal um ASSE II habe am 14. Juni 2008 mit unserer Presseinformation über die radioaktive Belastung der Laugen begonnen. [ mehr Infos ] 

Terminhinweis:

Dienstag, 4. November 2008,  19.30 Uhr,  Aula des Schulzentrums Remlingen

ASSE II / Schacht KONRAD:

Geld oder Leben ?

- Sigmar Gabriel ist der Atommüll in seinem Wahlkreis lieb und teuer -

Die Probleme bei ASSE II waren jahrzehntelang bekannt, bevor Sigmar Gebriel letzte Woche vor der Presse den Gau in der Endlager-Frage verkündete. Das er die Probleme gerade jetzt anfaßt, ist eine politische Entscheidung und hat drei Gründe: 1. Gewachsener Druck vor Ort, 2. die 2009 anstehende Bundestagswahl - Gabriel vertritt den Wahlkreis ASSE II / Schacht KONRAD im Bundestag - und 3. Probleme bei Schacht KONRAD.  Die will Gabriel seinem Wahlkreis im Wahljahr 2009 mit viel Geld versüssen.

Probleme bei Schacht KONRAD ?   Ist das nicht das vermeintlich sichere Endlager, das gerade erst genehmigt wurde und die ASSE-Abfälle aufnehmen könnte ?

Schon recht. Nur:  Den Atommüll, für den KONRAD genehmigt wurde, gibt es nicht mehr. Teile des Mülls, die aus der Auslandswiederaufarbeitung kommen sollten, wurden wegverhandelt. Für andere wurde die Verpackungstechnik (Konditionierung) weiterentwickelt: Durch „Kompaktierung" paßt jetzt mehr Müll in jedes Faß. Kehrseite: Die Belastung pro Gebinde ist höher als zulässig. Gleichzeitig möchte die Industrie noch eine Konditionierungsanlage bei KONRAD bauen. Konditionierung heißt, offener Umgang mit Atommüll, statt nur die Annahme von Gebinden, heißt: neue Gefahren am Standort KONRAD. Dies durchzusetzen bräuchte das Bundesamt für Strahlenschutz eine Änderungsgenehmigung. Die aber zu beantragen, kurz nachdem die umstrittene Genehmigung rechtskräftig wurde, käme in der Öffentlichkeit nicht gut an.

Viel plausibler wäre es da schon, wenn man die Genehmigung sowieso ändern müßte, weil der ASSE-II-Atommüll umgelagert werden soll.

Viel Geld für keine Gefahren:  Außerdem hat Gabriel für den Bundeshaushalt im Wahljahr 2009 eine Ausgleichzahlung für KONRAD vorgesehen: 700.000,- €, nicht etwa einmalig, sondern Jahr für Jahr bis 2043. Die Energiewirtschaft soll den Fonds sofort mit 30 Mill. € aufstocken, dann mit weiteren Millionenbeträgen. Fördergelder im unteren 3-stelligen Millionenbereich hatte Gabriel versprochen und hält Wort. Wie es der Zufall will im Wahljahr 2009. Im Haushalt aber so abgesichert, dass die Zahlungen auch weitergehen, sollte Gabriel nicht mehr Umwelt- oder überhaupt Minister sein.

Für eine Anlage, die so harmlos ist, dass man nicht einmal einen Katastrophenplan braucht, sind 100.000.000,- € viel Geld. Aber vielleicht bedeutet „Transparenz und Offenheit", von der das Bundesamt für Strahlenschutz immer redet, aus dem Orwellschen übersetzt: Millionenschwere Propaganda unter Ausblendung der Probleme und bestechende Argumente.

Mal sehen, wer sich da den Schneid „abkaufen" läßt.

 

 

Mehr Informationen: Heute abend ab 18.00 Uhr bei der 2. Nacht am ASSE-Schacht

Freitag, 12. September: 2. Nacht am ASSE-Schacht

Verstärkt und unübersehbar aufpASSEn !

  • Heute: NDR-1-Podium mit BfS-König und NMU-Birkner in Remlingen

Dass sie auch nach dem Betreiberwechsel bei ASSE II sehr genau aufpASSEn werden, wie es mit dem havarierten Atommüll-Lager weitergeht, wollen AnwohnerInnen mit einer Aktion bei der 2. Nacht am ASSE-Schacht am kommenden Freitag, dem 19. September ab 18.00 Uhr deutlich machen. Am Waldrand knapp unterhalb der ASSE II steht schon jetzt ein 4m hohes A, dass in der Region verbreitete Zeichen für aufpASSEn. "Wir werden das A während der Aktion deutlich wachsen lassen", sagt Udo Dettmann vom ASSE-II-Koordinationskreis, "damit jeder auch von weitem erkennt, dass hier das ungelöste Problem liegt". Angepeilt sind 10m.

Bei aller Freude darüber, dass die Politik nach Jahrzehnten anerkennt, dass das Bergwerk, in dem Atommüll liegt, eine Atomanlage ist, lösten Bemerkungen des Bundesumweltministers, bis zum Jahresende werde ein Schließungskonzept vorgelegt, Unmut und Skepsis aus: "Wir stehen erst ganz am Anfang der Klärung und nicht kurz vor der Lösung", so Dettmann. "Bis jetzt ist nur über das unverantwortliche Flutungskonzept des alten Betreibers geredet worden. Jetzt müssen alle anderen Optionen bis hin zur vollständigen Rückholung ernsthaft und gleichwertig geprüft werden, bevor man zu einer Entscheidung kommt. Dazu erwarten wir, dass die Beteiligung unabhängiger Wissenschaftler weiterhin sichergestellt wird."

Termininformation:

Freitag, 12. September ab 18.00 Uhr

2. Nacht am Schacht

Ort: am Waldrand bei der Schachtanlage Asse II, nördlich von Remlingen

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  • Wir lassen das A wachsen
  • Laternenumzug um ASSE II
  • Kundgebung am Schacht
  • An allen Punkten: Kundgebungsbeiträge und Informationen
  • Musik, Essen und Trinken

Mehr Informationen: www.asse2.de

Der Asse-II - Koordinationskreis führt diese Mahnwache durch, um bei Gesprächen in Kleingruppen und mit Redebeiträgen weiter über das Problem mit dem Atommüll zu informieren. Und das auf einer sehr viel individuelleren Form, als es auf Informationsveranstaltungen von statten gehen kann.

Vor allem jetzt, nachdem der Betreiber gewechselt hat und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf der Asse das Sagen hat, sind viele neue Fragen aufgeworfen worden. Was unverändert geblieben ist, ist die Gefahr durch die Atommüllfässer. Deren Inhalt, der vom TÜV nur auf dem Papier überprüft wurde und der "Statusbericht", den das Niedersächsische Umweltministerium für das Haus von Herrn Gabriel erstellt hat wird die Teilnehmer beschäftigen.

  • Am heutigen Mittwoch, dem 10. September um 16.30 Uhr will NDR-1 im Dorfgemeinschaftshaus Remlingen eine öffentliche Diskussion zwischen BfS-Präsident König, Staatssekretär Birkner, Landrat Röhmann und Udo Dettmann vom ASSE-II-Koordinationskreis aufzeichnen. Das Publikum kann sich beteiligen.

Für Rückfragen :

Udo Dettmann, Tel. 0177 2 00 00 86

Peter Dickel, 0531 / 89 56 01