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Sändsation - SANDWELTEN für Sommerurlauber

Sommerzeit – Urlaubszeit. Tausende und Abertausende Niedersachsen befinden sich gerade oder werden in wenigen Tagen im wohlverdienten Urlaub an einer der unzähligen Strände dieser Erde liegen. Gelegenheit genug, um eine kleine Tüte Sand abzufüllen. So denken viele deutsche Urlauber. Nicht selten, dass dadurch eine Sandsammlung entsteht. Der Verein Deutsche Sandmuseum e. V. hat sich diesem Thema verschrieben und steht nun unmittelbar vor der Neueröffnung der Sandwelten in niedersächsischen Cramme im Landkreis Wolfenbüttel. Damit ist die weltgrößte Sandsammlung ihrer Art mit rund 25.000 Sandexponaten neben Hunderten weiterer Ausstellungsstücke zu den Themen Sanduhren, Sand im Alltag, Kunst und Industrie die Nummer eins als Anlaufstation für Sandinteressierte geworden. Kein Wunder also, dass so viele Urlauber den Verein unterstützen. Er ist einzigartig nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Am 19. September 2009, 11:00 Uhr findet nun auch die offizielle Neueröffnung in den neuen Räumlichkeiten statt. Nicht nur Sandsammler und die, die es werden wollen, sind geladen. Bei Fragen oder Anmeldung werden gern unter

sandmuseum@gmx.de oder 05341-14422 angenommen.
               DSM Rundbrief - Nummer 1 – August 2008                    

Nun ist es endlich soweit! Viele Monate sind ins Land gezogen, ein Haufen anderer Arbeiten waren wichtiger, zum Teil fehlte schließlich krankheitsbedingt die Möglichkeit und manchmal ☺ auch die Energie. Und dennoch gegen alle Widrigkeiten liegt er nun vor, der erste Rundbrief des Deutschen Sandmuseums. Und das wurde Zeit.

Warum bekommst Du und bekommen Sie ausgerechnet einen Rundbrief des Deutschen Sandmuseums?

Die Antwort liegt für die meisten langjährigen Sandsammlern auf der Hand. Denjenigen, die noch nicht allzu lange dabei sind, und denjenigen, die bislang noch überhaupt nichts von der Existenz wussten, möchten wir hier eine Einführung geben. Zum Verständnis, zum Interessieren, zum Werben. Was beworben werden soll? Natürlich SAND, das SANDSAMMELN und alle anderen SANDTHEMEN.

Das Deutsche Sandmuseum war die Idee, auf ernste Weise die Themen zu beleuchten, die etwas mit SAND zu tun haben. Mit viel Idealismus eröffnete dieses kleine Museum 1998 seine Pforten, auch wenn seinerzeit nur wenige Sandsammler davon ernsthaft Kenntnis nahmen. Das Medieninteresse war größer. Immerhin bestand damals die Sammlung schon aus über 7.000 Sandroben und Hunderten anderer Ausstellungsstücke, vor allem auch Sanduh-ren. Das Fernsehen und die Presse berichten seitdem regelmäßig. Dieses Interesse zeugte von der Wichtigkeit, die Kulturhistorik des Sandes in einer Einrichtung aufzuarbeiten. Diese Aufgabe hat seitdem das Deutsche Sandmuse-um. So klein es auch ist, ist es aber das erste Sandmuseum weltweit gewesen, das sich seitdem mit der gesamten Palette der Sandthemen auseinandersetzt. Eines der ganz großen Themen ist das Sandsammeln überhaupt. Jedes Jahr bringen die sommerlichen Ferien neue Sandsammler hervor. Es mögen Hunderte sein. Kein Wunder also, dass schon 1985 mit der Arbeit an einer ersten Zeitung rund um den Sand begonnen wurde (mehr dazu siehe Seite 13).

Alle Zeitungen hatten Eines gemeinsam: Keine von ihnen war auf Deutsch geschrieben. Was also mit den deut-schen Sammlern, die Informationen zum Sandsammeln aber dennoch lesen wollten ? Nun, diese Leere wollen wir mir unserem Rundbrief endlich füllen. Nichts Besonderes, aber immerhin.

In dieser Ausgabe findet Ihr einige kleine Berichte zum Thema Sand. Ihr seht, wie einfach es ist, informative Berich-te zu schreiben, die vielleicht dem Einen oder Anderen interessieren. Es gibt immer was zu berichten; aus dem Urlaub; über einen besonderen Strand oder dessen Sand; was man mit Sand machen kann /(wenn man Skier hat zum Beispiel). Oder stellt Euch doch einfach mal mit Eurer Sandsammlung vor! Einen Nachruf für einen langjähri-gen Sandsammler, der diesen Rundbrief nicht mehr genießen kann, war mein persönliches Ansinnen. Natürlich dient der Rundbrief auch dazu, Euch mitzuteilen, was im Sandmuseum so los ist. Die Dauerausstellung wird in neuen Räumen voraussichtlich Sommer 2009 unter dem Namen SANDWELTEN wieder eröffnet. Endlich ging die jahrelange Reise nun mit einem festem Dach über dem Kopf zu Ende. Darüber, und über die Aktivitäten des Ver-eins wird ebenfalls berichtet. Der Themen gibt es genug und wir hoffen, Euch eben auch dafür interessieren können. Es sollte sich lohnen.

Ihr habt Lust bekommen? Wollt Ihr mehr? Ihr habt Anregungen und Ideen? Dann meldet Euch einfach und gebt Bescheid unter sandmuseum@gmx.de. Eure Freunde oder Bekannten sammeln auch SAND? Dann schickt doch diesen ersten Rundbrief weiter!

Ihr möchtet über einen tollen Sand berichten? Eine besondere Sandstelle gefunden ? Eine Frage zum Sand ? Fin-det Ihr einen Fundort nicht ? Über Euch und Eure Sandsammlung wurde mal in der Zeitung geschrieben? Dann schickt und schreibt, was Ihr von und über Sand habt. Wir werden es bringen. Wenn Ihr mögt!

Ralf Hermann & Michael Dietrich DSM Rundbrief - Nummer 1 - August 2008

Linien im Sand - Wer sagt man braucht Schnee zum Skilaufen ?

von Jennie Lay

Wenn man 210 Meter auf einem Sandhaufen in Skiausrüstung steht, fängt man an sich zu wundern, wie schnell der Wachs auf den Skiern einem zum Bach dort unten befördern wird. Man schließt die Reißverschlüsse in der aus-sichtslosen Hoffnung, dass der Sand einem nicht in die Klamotten dringt und dann geht es los. Am Anfang bewegt man sich kaum, bis die kleinen Sandlawinen unter einem wegrutschen. Man bewegt sich nach vorne, kaum unter Kontrolle.

Greife deine Steinskibretter, deine ausgetretenen Stiefel und viel Wasser. Zum Skilaufen im dem Grand Sand Du-nes National Park braucht man Zubehör, das nicht ewig „neu" aussehen muss. - Stiefelschnallen, die auf den Dü-nen gebraucht waren, schnappen nie wieder 100% zu. Great Sand Dunes National Park - der neuste Nationalpark in den Vereinigten Staaten - steigt ganz plötzlich vom Rande vom San Luistal, eines der größten und trockensten Hochtäler der Welt. (Die Dünenhöhe ist ungefähr 2440 Meter). Direkt hinter den karamellfarbigen Dünen ragt die eindrucksvolle und 3960 Meter hohe Sangre de Cristo Bergkette empor, steil und zackig, was den Extremskiläufer lockt. Innerhalb des Parks blasen ständige Winde das Gelände ganz durcheinander - bizarre Täler und steile Sand-felsen entstehen und verschwinden wo der starke Wind weht. Windstösse verursachen, dass die Abhänge mit einer Reihe von kleinen parallelen Rücken erscheinen - Mutter Natur Kord.

Siebenundsiebzig Quadratkilometer darf man erforschen, aber weniger als 250.000 Menschen waren dort im letzten Jahr. (In Vail kommen soviel Besucher in einem Monat). Es ist ein acht Kilometer Wanderweg bis zur Star Dune, der höchsten Düne Nordamerikas mit 226 Meter. Aber um acht Kilometer durch diesen Sand zu wandern, ist nicht wie ein Tag am Strand zu spazieren. Deswegen soll man die Einbahnstrasse für den Allradantrieb nehmen für die steileren, aber kürzeren Dünen bei Castle Creek. Warnschilder, dass dort heißer Sand liegt (er kann bis zu 60 Grad heiß werden) und Blitzgefahr (weil die Dünen natürlich magnetisch sind) sind zusätzliche Hindernisse bei diesem Hinterlandabenteuer.

Es mag aussehen nach unberührtem Puder, aber man soll nicht erwarten, dass er beim Abstieg reißt. Sandskilau-fen ist eine langsame Angelegenheit. Jeder Lauf fühlt sich wie ein trister Spätfrühlingstag an.

Auch wenn die Skibretter mit Wachs behandelt werden, wie für den Schnee im Januar. Ist es frisch dort? Nicht wirk-lich. Aber da ist eine Sache, bei der man sicher sein kann. Eine anhaltende Brise ermöglicht, dass jeder Lauf - vom Ersten bis zum Letzten - wonnig ohne Spuren bleibt.

Man möchte meinen, die Erde hätte bereits seit Jahrtausenden ihre Orte geformt, an denen wir Sand mit den unter-schiedlichsten Zusammensetzungen finden können.

Schon längst ist jedoch klar, dass der Mensch erheblichen Einfluss auf die Umwelt genommen hat und dadurch auch alte Fundorte für immer vernichtete. Andererseits sind gerade in den letzten Jahren unglaubliche Projekte gestartet worden, die man auch als kapitalistischen Größenwahn bezeichnen kann. Über die Errichtung der Pal-men- und Erdinseln vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate wurde bereits berichtet.

Auch wenn bzw. gerade weil es sich um künstlich geschaffene Inseln handelt werden wir sie vorerst nicht in den traditionellen Atlanten finden. Man darf gespannt sein, wann sie dort zu entdecken sind.

Es ist abzusehen, dass über Kurz oder Lang Sandproben von diesen Inseln in den Sammlungen auftauchen wer-den. Um den Sammlern eine gute Grundlage für diese neuen Fundorte zu geben, hat sich nun eine schöne Satelli-tenaufnahme aufgefunden, die wir zu Besten geben möchten. Sie sollte bereits vor Eintreffen der ersten Sandpro-ben einen guten Überblick verschaffen.

Hinweis: Immer daran denken: Der Sand dieser Inseln ist aus dem Meer aufgeschüttet! Entsprechend werden die Sande sich nicht nur ähneln, sondern identisch sein. Möglicherweise sind hier aber auch interessante Bestandteile des Meeresbodens neu zu entdecken, die bislang an den Stränden der Emirate verborgen blieben. Man darf ge-spannt sein.

S a n d i g e s

S a n d s a m m e l n

 

Herausgeber: Deutsches Sandmuseum e. V.

SANDWELTEN

An der Meesche 33, 38312 Cramme, Deutschland

05341-14422, sandmuseum@gmx.de

Vorstand:

1. Ralf Hermann sandsammler@gmx.de

2. Michael Dietrich dietrich.sottrum@t-online.de

Redaktion: Ralf Hermann

sandsammmler@gmx.de

Bezug: Jahresabo 15 €

sandsmuseum@gmx.de

Mitarbeit: DSMR 1

Michael Dietrich

Angela Hermann

Carla Lagendijk

Diotima Van Hoylandt

Martin Wachsmann