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 Sternmarsch gegen Schacht KONRAD
Konrad stoppen - jetzt erst recht! Eine Region steht auf
Tausende Konrad-Gegner protestieren friedlich in Salzgitter.

Anlässlich der Ankündigung, den Umbau von Schacht Konrad zum atomaren Endlager zu beginnen, reagierte das Bündnis Salzgitter gegen Konrad mit einer groß angelegte Protestaktion am 13. Oktober 2007, unter der Schirmherrschaft von Frank Klingebiel, Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter.

5 vor 12 begann der Demonstrationszug am Festplatz Neißestrasse in Salzgitter. Bereits hier waren 1500 Bürgerinnen und Bürger dabei, um ihre Ablehnung gegen ein Atommüllendlager zu zeigen. Nach der Zwischenkundgebung am Bundesamt für Strahlenschutz ging es weiter zum Rathausvorplatz. Während der Demonstration reihten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in den Protestzug ein, so dass die Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit 2000 Menschen begann.

Bei Ankunft auf dem Rathausplatz in Salzgitter Lebenstedt, gegen 13:30 Uhr, wurde der Demonstrationszug von der Band Rest.Risiko musikalisch empfangen. Ein buntes Programm mit Redebeiträgen und Bandauftritten zog über den Tag verteilt über 5000 Menschen aus unserer Region zum Widerstand gegen Schacht Konrad auf den Rathausvorplatz. Wolfgang Räschke (1. Bevollmächtigter der IG Metall Salzgitter) wies auf die Verantwortung der Gewerkschaft hin: „Die IG Metall steht für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten, dass schließt Arbeit und Leben auf einem Atommüllendlager aus."

Die technischen Problematiken rund um den Schacht Konrad waren das Thema von Prof. Dr. Rolf Bertram (Uni Göttingen): „Der positive Planfeststellungsbeschluss fußt auf Strahlenschutzvorstellungen von vor 20 Jahren. Im Interesse gegenwärtiger und künftiger Generationen wäre die Pflicht der Bundesregierung, ein neues Prüfungsverfahren anzuberaumen."

Neben verschiedenen Rednern des Bündnisses gegen Schacht Konrad kam auch die Jugend zu Wort. Stefanie Kronemann (IG Metall Jugend) zeichnete eine düstere Prognose für die Jugendlichen in Salzgitter: „Wer möchte denn noch in Salzgitter Wurzeln schlagen, eine Ausbildung beginnen, hier Arbeiten und eine Familie gründen, wenn man dies auf der Sprengkraft von 175 Atombomben tun müsste? Niemand würde dies freiwillig tun. Wenn wir die Stadt nicht zu einer Geisterstadt werden lassen wollen, müssen wir jetzt handeln!"

Den Musikalischen Abschluss der Kundgebung bildete die Band „OOMPH!" mit einem 90 minütigen Konzertprogramm.

Gegen 20 Uhr endete die friedliche Protestkundgebung. „Dieser Tag setzt ein deutliches Zeichen gegen das geplante Atommüllendlager in Salzgitter. Wir hoffen die Politik hat dieses deutliche Zeichen aus Salzgitter verstanden und beginnt mit dem Umdenken. Wir brauchen eine bundesweite Suche nach der bestmöglichen Lagerung des vorhandenen Atommülls, nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen und nicht das erstbeste Erdloch", so Carsten Bremer ( IG Metall Salzgitter) am Ende der Veranstaltung.

Mehr als 5000 TeilnehmerInnen bei KONRAD-Protesten am 13. Oktober 2007 in Salzgitter

Mehr als 5000 Menschen (Polizeimeldung 2000) beteiligten sich am Samstag, dem 13. Oktober an den Aktionen gegen das geplante Endlager Schacht KONRAD in Salzgitter. Eine beeindruckende und ermutigende Aktion, die zeigt, das bei KONRAD noch alles offen ist.

Bunte Vielfalt gegen atomare Einfalt.

Im Laufe des Vormittags hatten sich Konvois u.a. aus Remlingen (ASSE II) und vom Schacht KONRAD aufgemacht und kamen mit Tracktoren, Fahrrädern und anderen Fahrzeugen zum Festplatz Neissestraße, wo sich bereits einige hundert Menschen versammelt hatten. Das die Demonstration mit leichter Verzögerung um kurz nach 12.00 Uhr begann, kommentierte Versammlungsleiter Peter Dickel: „Wir wollten zu der symbolischen Zeit 5 vor 12 beginnen, aber manchmal ist es später als man denkt. In der Auseinandersetzung um KONRAD ist es jetzt noch 5 vor 12, bei der ASSE II leider schon deutlich später."

Das Bundesamt für Strahlenschutz war fest im Griff der Polizei. Ein Landwirt (mit Schlafmütze) postierte einen Esel vor den Polizeisperren vor dem BfS, wen immer er damit gemeint haben mag.

„Hier können wir uns eine Kundgebung sparen", so Peter Dickel, „die Polizei demonstriert hier bereits, wohin staatlich Stellen kommen, wenn sie sich so weit von der Bevölkerung entfernen."

Während sich der Zug, der die ganze Straßenbreite einahm, mit Samba- und Trommelrythmen durch Salzgitter-Lebenstedt bewegte, schwoll die Demonstration weiter an und kam schließlich mit (gezählten) rund 3.000 TeilnehmerInnen beim Rathaus an., wo bereits einige hundert Menschen versammelt waren und alle von der Rockband mit dem beziehungsvollen Namen Rest.Risiko begrüßt wurden.

Neben den Redebeiträgen vom VW-Salzgitter-Betriebsratsvorsitzenden Andreas Blechner und dem KONRAD-Kläger und Landwirt Walter Traube, dem PysikoChemiker Prof.Dr. Rolf Bertram oder einer Vertreterin der IG-Metall-Jugend, war der Nachmittag vor allem ein „Musikteppich des Widerstandes", wie Moderator Björn Harmening bemerkte. Zahlreiche Gruppen, die hier ohne Gage spielten, wie etwa Rosenfeld und OOMPH! machten deutlich, dass sie dies nicht als Beiprogramm, sondern als Akteure taten. „Kuhdung statt Atommüll", forderte etwa die Gruppe THE TWANG, die die Veranstaltung auch auf ihrer Homepage beworden hatte. Und als sich gegen Abend noch einmal rund 1500 Menschen vor der Bühne drängten, wandte sich die Gruppe OOMPH! in einschlägig harschen Worten gegen eine Energietechnik, die tötet und forderte die Fans auf. „Laßt Euch nicht fremdbestimmen - von Niemandem - denkt selber."

Veranstalter zufrieden.

Die Menschen in Salzgitter und der Region um KONRAD und ASSE II haben ein deutliches Zeichen gesetzt. Björn Harmening, der die mehrstündige Abschlußveranstaltung für das Bündnis Salzgitter gegen KONRAD moderierte, betonte vor allem den generationsübergreifenden Charakter der Veranstaltung. Man traf auf dem Platz 70 und 80jährige, die die Auseinandersetzung seit Jahrzehnten verfolgen und ebenso ganz junge Schüler und Schülerinnen, die erst durch die jüngste Entwicklung mit dem Thema konfrontiert sind. Die Rednerin der IG Metall Jugend reklamierte von der Bühne: „Es ist doch schließlich unsere Zukunft."

Auch Rosemarie Streich vom Umweltschutzforum aus Salzgitter-Bleckenstedt, selbst seit Jahrzehnten engagiert, ist mehr als zufrieden: „Es ist doch überhaupt nicht selbstverständlich, dass so viele Menschen über so lange Zeit bei der Sache bleiben und immer wieder junge Leute dazu kommen." Und in der Tat: Wo sonst findet man derzeit vergleichbar große Demonstrationen gegen eine Atomanlage oder Atomenergie insgesamt, als ausgerechnet im Wahlkreis des Bundesumweltministers.

Ursula Schönberger (Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD): „Sigmar Gabriel wird zwar von dieser Aktion nun sicherlich nicht so beeindruckt sein, dass er gleich die Finger von KONRAD läßt. Aber ihm sollte klar geworden sein, dass er sich warm anziehen muss und das die Auseinandersetzung um KONRAD längst noch nicht entschieden ist."

Demo-Splitter

Verkehrte Welt. Während die Stadt Salzgitter bis zum Vortage der Veranstaltung ein Auffahren der Trecker am Versammlungsort verbieten (!) und diese auf einen abgelegenen Parkplatz umlenken wollte, erkannte die Polizei, dass es sich hier um einen selbstverständlichen Teil der grundgesetzlich verbrieften Versammlungsrechtes handelt und setzte dies gegenüber der Stadt durch.
Polizeizahlen zur Demonstration: 2000 TeilnehmerInnen vermeldete die Polizei, was bei Insidern zu einigem schmunzeln führte, hatte sie doch bei einem Bürgerfrühstück (Bunt statt braun) eine Woche zuvor auf einem nahegelegenen, deutlich kleineren Areal 3000 TeilnehmerInnen vermeldet. Wir wollen dies nicht kommentieren; wer bei der Demonstration dabei war, weiss ohnehin, wie die Stimmung in Salzgitter und der Region ist.

5 vor 12: Kein Atommüll in Schacht Konrad!
IG Metall in SüdOstNiedersachsen ruft zur Protestaktion am 13.10.2007 auf

Die vier Verwaltungsstellen der IG Metall in Braunschweig, Peine, Salzgitter und Wolfsburg unterstützen das Bündnis Salzgitter gegen Konrad darin, gesellschaftlichen und politischen Druck gegen den Umbau der Schachtanlage Konrad zum Atommüllendlager aus zu üben.

„Ob Schacht Konrad zum Atommüllendlager wird oder nicht, ist eine politische Frage! Wenn hier in Salzgitter die Menschen erst massenhaft auf der Straße stehen, kann uns die Politik nicht länger ignorieren. Wir sehen nicht einfach zu, wenn der Atommüll kommt“, kommentiert Wolfgang Räschke, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Salzgitter, die Frage, ob Konrad noch abwendbar sei.

Die Gründe gegen die Lagerung von Atommüll in Schacht Konrad liegen auf der Hand: - Salzgitter und die Region SüdOstNiedersachsen sind dicht besiedelt; Hunderttausende leben und arbeiten in geringer Entfernung zur Schachtanlage.
- Grundsätzliche Fragen nach einem möglichst „sicheren“ Lagerstandort sind bislang nicht geklärt, vor allem in geologischer Hinsicht, dass zeigen die Probleme des Salzbergwerks Asse II überdeutlich. Hinzu kommen die Gefahren des Atommülltransportes.
- Die abschreckende Wirkung eines Atommüllendlagers auf ArbeitnehmerInnen, Unternehmen und Investoren überwiegt die geringe Zahl durch den Endlagerbetrieb entstehender Arbeitsplätze bei weitem.

Daher beteiligt sich die IG Metall SüdOstNiedersachsen an der breit angelegten Protestaktion am 13.10.2007. An der Veranstaltung mit Festivalcharakter treten prominente Redner sowie Bands aus der Region auf. Finanziert wird der Protest aus Spenden und durch ehrenamtliches Engagement.

Redner: - Prof. Dr. Rudolf Hickel (Universität Bremen) - Andreas Blechner (Betriebsratsvorsitzender VW Salzgitter) - Prof. em. Dr. Rolf Bertram (Göttingen) - Wolfgang Räschke (1. Bevollmächtigter IG Metall Salzgitter) Kulturprogramm / Bands: - Oomph (Wolfsburg) - Rosenfels (Braunschweig) - The Twang (Braunschweig) - Don’t beat Bubu (Salzgitter) - 7 Days Done (Braunschweig) - Rest.Risiko (Braunschweig) Schirmherr: - Frank Klingebiel, OB Stadt Salzgitter Datum: Samstag, 13. Oktober 2007 Beginn: 11:55 Uhr am Festplatz Neißestraße in Salzgitter-Lebenstedt Ende: früher Abend, Rathausplatz ************************************************************************ ***** Weitere Informationen im Internet unter…
Auf den Seiten der IG Metall Salzgitter http://www.igmetall.de/homepages/salzgitter/schachtkonrad.html
IG Metall Kooperationsbüro SüdOstNiedersachsen http://www.igm-son.de ************************************************************************

Konrad stoppen - jetzt erst recht! Eine Region steht auf

Bündnis ruft zur Protest-Demo gegen den Umbau der Schachtanlage Konrad zum Endlager auf.

Anläßlich der Ankündigung, den Umbau von Schacht Konrad zum atomaren Endlager zu beginnen, reagierte das Bündnis Salzgitter gegen Konrad und die beteiligten Organisationen bereits mit zahlreichen Aktionen

Nun folgt die groß angelegte Protestaktion am 13. Oktober 2007. Für diese Veranstaltung konnte Frank Klingebiel, Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter, als Schirmherr gewonnen werden.

Die Protestveranstaltung beginnt um 5 vor 12 mit einem großen Demonstrationszug am Festplatz Neißestr. in Salzgitter-Lebenstedt. Die Route führt über das Bundesamt für Strahlenschutz und endet auf dem Rathausvorplatz. Im Anschluß findet eine Großveranstaltung statt, an der sich zahlreiche prominente Redner und Künstler beteiligen werden.

Neben Prof. Dr. Rudolf Hickel (Universität Bremen) und Andreas Blechner (Betriebsratsvorsitzender VW SZ) konnte durch Solidaritätsauftritte namhafter Bands ein Kulturprogramm zusammen gestellt, das sich in der Region sehen lassen kann. Mit dabei sind u.a. Oomph (WOB), Rosenfels (BS), The Twang (BS), Don't beat Bubu (SZ), 7 Days Done (BS), Rest.Risiko (BS).

Ina Biethan, zuständig für Planung und Koordination der Veranstaltung: "Wir freuen uns über die breite Unterstützung, die wir bereits im Vorfeld dieser Veranstaltung erfahren. Ohne das große Engagement aus der Bevölkerung, den ansässigen Firmen und vor allem auch der Künstler, wäre ein solches Programm nicht möglich."

"Wenn hier in Salzgitter die Menschen erst massenhaft auf der Straße stehen, kann uns die Politik nicht länger ignorieren und glauben, wir sehen einfach zu, wenn der Atommüll kommt," kommentiert Wolfgang Räschke, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Salzgitter, die Frage, ob Konrad noch abwendbar sei.

Das Bündnis Salzgitter gegen Konrad fordert in seinem Aufruf erneut die flächendeckende Einleitung der gesellschaftlichen Diskussion über das nationale Konzept der Endlagerung, die Gestaltung des Standortsuchverfahrens und die Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen dieses Verfahrens, sowie die Diskussion über die anzuwendenden Endlagerkriterien und die Möglichkeiten eines Ein-Endlager-Konzeptes. Es fordert zudem ein Standortsuchverfahren, das alle Arten radioaktiver Abfälle und neben dem Standort Gorleben, das Endlagerprojekt Schacht Konrad sowie alle potentiellen Standorte in Deutschland ergebnisoffen einbezieht. Eine Vorfestlegung auf Konrad durch die Einleitung des Umbaus steht dem entgegen.

Das Bündnis weist ausdrücklich darauf hin, dass nach den katastrophalen Erfahrungen mit dem Forschungsendlager Asse 2 dringend ein Umdenken nötig ist. "Bei der Lagerung in der ASSE II bestehe praktisch keine Gefahr, hieß es früher. Wir wissen nicht, ob das übertriebener Optimismus war, Irrglaube oder Lüge, aber wir wissen: Diese Prognose war falsch! In die ASSE II läuft Wasser, der Atommüll droht abzusaufen," heißt es im Aufruf.

Die gesamte Protestveranstaltung wird finanziert aus Spenden und ehrenamtlichem Engagement. Hier zeigt sich der flächendeckende Unmut der Bevölkerung einer gesamten Region. "Es wird groß, bunt und laut", faßt Ina Biethan das Gesamtprogramm dieser "Protestveranstaltung mit Festivalcharakter" zusammen. Das Bündnis rechnet mit bis zu 5.000 Teilnehmern.

Konrad stoppen – jetzt erst recht! Eine Region steht auf
Bündnis ruft zur Protest-Demo gegen den Umbau der Schachtanlage Konrad zum Endlager auf.

Erstunterzeichner Aufruf Oktoberdemo gegen Schacht Konrad 13. 10. 2007

Bündnis Salzgitter gegen Konrad – IG Metall SZ – geschäftsführende Vorstandsmitglieder der IG Metall (Bundesvorstand) - AG Schacht KONRAD e.V. – ASSE-II-Koordination – ASSE-II-Rechtshilfefonds e.V. – attac BS – Betriebsrat VW SZ – Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Ost gGmbH – BI Umweltschutz Lüchow- Dannenberg e.V. – Bürger gegen Atomreaktor Garching e.V – BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bundesverband, LV Nds., KV BS, KV SZ – BUND e.V. Bundesverband, LV Nds., Kreisgruppen: BS, GS, HI, SZ, WF – Bund der BI Mittlerer Neckar e.V. –DGB Bezirk Nds.- Bremen-LSA – DGB Region SüdOstNds. – Die Falken Bez.Verb. BS – DIE LINKE Verein der Bundestagsfraktion e.V., LV Nds., Kreisverbände: BS, HM-Pyrmont, PE, SZ – Gruppe SPD/DIE GRÜNEN im Gemeinderat Edemissen – IG Metall Bezirk Nds.-LSA, IG Metall Verwaltungsstellen: BS, GS, PE, OS, WOB – IG Metall Vertrauenskörperleitung Siemens TS BS – IPPNW RG BS – Kirchengemeinde Martin Luther SZ – Kirchengemeinde Ohlendorf – Lindenhof Brot und Gemüse GmbH – Menschen für Menschen, Solidarität und Bleiberecht HI – NABU e.V. Bundesverband, LV Niedersachsen, KG Salzgitter, OG Schöppenstedt – Ratsfraktion LAS/GRÜNE SZ – Robin Wood – SPD KV SZ, OV Bleckenstedt, OV Thiede – Umweltschutzforum Schacht KONRAD e.V. – Vallstedter gegen Schacht KONRAD e.V. – Ver.di Landesbezirk Nds.-Bremen – verdi Bezirk Region Süd-Ost-Nds., verdi SZ - Vierether Kuckuksei e.V. Bamberg. A. W. Ahrens, Ehrenvors. Nds. Landvolk – Ü. Altun, JAV VW SZ – B.-U. Barthel, OV IGM SZ – T. Baytak; VK IGM VW SZ – W. Beine, VKL IGM SZ – I. Biethan, IGM SZ – A. Blechner, BR Vors. VW SZ – C. O. Bleicher, DIE LINKE Bad Gandersheim – C. Bremer, IGM SZ – Prof. Dr. V. Crystalla – A. Diederich, Landwirt – H.-W. Eisfeld, Schw.Beh.Vertr. VW SZ – J. Froböse, BR VW SZ - Dr. C. Garms-Babke – W. Geisler, BR VW SZ – W. Gerke-Wittfoot – H. Glawe – M. Grahe, BR VW SZ – B. Grundmann, BR VW SZ – J. D. Haase, VKL IGM VPS SZ – O. Hatzenbiler, VKL IGM VW SZ – B. Harmening, VKL IGM VW SZ – R. Harms MdEP – A. Herzog, Sozpäd. - R. Jürgens, Die LINKE HI – J. Kauer – D. Kays, BR VW SZ – H. Keller, OV IGM SZ – M. Kramer, BR VW SZ – U. Kreutzberg, FB Vorstandsmitgl. ver.di - D. Kunkel, 1. BV IGM BS – B. Lauenroth, 1. BV IG Metall Alfeld – T. Lehne, stellv. BR Vors. SZST – H. Leopold, Kreislandwirt – E. Lübke – H. Ludewig, 2. BV IGM SZ – E. Männl, BR VW SZ – H. Makus – A. Manns – J. Meier – D. Menzner, MdB – I. Meschke – J. Müller, DGB-Frauen BS – F. Patta, 1. BV IGM WOB – U. Paulus, GEW HI – W. Räschke, 1. BV IGM SZ – T. Reusch, 2. BV IGM WOB – F. Reusche, BR VW SZ – B. Rühe – B.-E. Rühe-Freist – W. Schmidt – U. Schönberger – K.-H. Schünemann, Ortsbürgermeister Ost SZ – C. Schwandt, BR Vors. SZST – A. u. T. Soldan – E. Stassek, 2. BV IGM BS – D. Steinhoff, BR VW SZ – T. Stelzner, Polit-Poet – R. u. H.-J. Streich – D. Tanke, stellv. BR Vors. VW SZ – A. Tiekstra, VKL IGM VW SZ – K. u. W. Traube – H.-J. Urban, FB Grundsatz IGM – L. Wasmus, Landwirt – U. Wegener, SPD Ortsvors. Volkmarode, Schapen, Dibbestorf – G. Wegmann, DGB-.Frauen BS – M. Wilhelm, 1. BV IGM PE – D. Windmüller, BR VW SZ – F. Wittfoot – A. Wolters-Maas, BR VW SZ.
Bus zur Gorleben-Demonstration am Samstag

Am Samstag, dem 1. September um 12.00 Uhr beginnt mit einer Demonstration in Gorleben eine bundesweite Kampagne der 4 Atommüll-End-Lager-Standorte ASSE II, Morsleben, Gorleben und KONRAD.

Ab Salzgitter und Braunschweig bietet die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. die Möglichkeit für 14,-€ mit dem Bus zur Demonstration nach Gorleben zu fahren.

Abfahrtzeiten:

09.00 Uhr Salzgitter-Bleckenstedt Ort (Ortsmitte)

09.20 Uhr Braunschweig-ZOB (am Hauptbahnhof)

Rückkehr gegen 17.00 Uhr

Hintergrund

Die Endlagerstandorte hatten ihre Herbstkampagne am Dienstag in Hannover der Presse vorgestellt. Dabei wurde die ASSE II von Heike Wiegel (aufpASSEn e.V.), Schacht KONRAD von Peter Dickel (AG Schacht KONRAD e.V.) vertreten.

„In der Auseinandersetzung um Atommüll und Endlagerung geht es heute ja nicht mehr nur um die spekulativen Prognosen zukünftiger Sicherheit an den geplanten Standorte", erläuterte Peter Dickel. „Wir haben in Deutschland mit Morsleben und ASSE II mittlerweile 40 Jahre Erfahrung mit der Lagerung in tiefen geologischen Formationen und diese Erfahrungen sind verheerend."

Vielsagende Überschrift einer gemeinsamen Erklärung, die die 4 Standorte am 14. Juli in Wittmar (Kreis Wolfenbüttel) verabschiedet haben: „Gorleben und Schacht Konrad - so „sicher" wie die absaufenden und einstürzenden Endlager Asse II und Morsleben".

Außer der Demonstration am Samstag, dem 1. September in Gorleben sind eine Demonstration am 13. Oktober in Salzgitter, Fachveranstaltungen, Infomaterial und Veranstaltungen im ganzen Bundesgebiet geplant.

Weitere Informationen im Internet

- Gemeinsame Erklärung der Endlager-Standorte (Herbstkampagne)

- Aufruf zur Gorleben-Demonstration am 1. September

Für Rückfragen:

Tel.: 0531 / 89 56 01 (Dickel)

dickel@ag-schacht-konrad.de

 

 Sternmarsch gegen Schacht KONRAD
 Sternmarsch gegen Schacht KONRAD In kleinen und grösseren Gruppen hatten sie sich in den Ortsteilen rundum getroffen und mit Treckern und Trommeln auf den Weg gemacht. Bei der abschließenden Kundgedung am Schacht KONRAD an diesem Samstag, dem 7. Juli 2007, zählten die InitiatorInnen schließlich über 300 TeilnehmerInnen. „Die Sternfahrt war eine bunte, fröhliche Veranstaltung. Menschen verschiedener Generationen, ganze Familien über 3 Generationen, und in dem Fall auch andere Menschen als sonst, haben sich zu einer gemeinsamen Demonstration eingefunden. Dies ist Sinnbild dafür, das in der Endlagerfrage eine Generation nicht isoliert betrachtet werden kann", resümierte Karin Heimann aus Salzgitter-Bleckenstedt. "Gebt dem Widerstand Euer Gesicht", hatte sie während der Kundgebung gesagt und damit gefordert, nicht nur im Stillen gegen KONRAD zu sein, sondern dies auf deutlich zu sagen und zu zeigen.

Viele TeilnehmerInnen zeigten dies mit selbstgemachten Ortsschildern wie "Üffingen gegen Schacht KONRAD" oder "Thiede gegen Schacht KONRAD", die sie auch zu der großen Demonstration am 13. Oktober wieder mitbringenwollen. "Alles in Allem eine gelungene, familäre Aktion", so Heimann.

"Es hat in den letzten Monaten ja sehr viele Aktionen gegen KONRAD gegeben", so Peter Dickel für die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD, "die nach Art und Umfang sehr unterschiedlich waren. Offensichtlich warten viele Menschen nicht mehr darauf, dass sie von Organisationen und Initiativen aufgefordert werden zu einer Demonstration zu kommen, sondern finden ihre eigenen Formen, sich zu äußern. Eine ganz wichtige Rolle spielt dabei die für alle sichtbare Erfahrung mit dem absaufenden Atommüll in dem nur 20 km entfernten Salzstock ASSE II."

Wer spielt hier eigentlich welche Rolle ?

Thomauske für . . . ja für wen denn eigentlich ?

Dass sich Bundestagsabgeordnete über Schacht KONRAD informieren, kann man ja nur begrüßen. Allerdings wird der Bundestagsabgeordnete Dr. Joachim Pfeiffer (CDU), der für diesen Mittwoch einen Besuch bei Schacht KONRAD angemeldet hat, ausweislich seiner Homepage am diesem Tage in Baden-Württemberg weilen und nicht auf KONRAD.

Stattdessen hat er Journalisten eingeladen, die von leitenden MitarbeiterInnen des Deutschen Atomforum betreut werden.

Den „Stand der Entsorgung in Deutschland" sollte ursprünglich ein gewisser Dr. Bruno Thomauske in einem einstündigen Beitrag erläutern. Das ist eben jener Thomauske, der im KONRAD-Erörterungstermin 1992/93 noch „für den Antragsteller" (Bundesamt für Strahlenschutz) sprach und der jetzt, zum Vattenfall-Manager avanciert, wg.der Schlampereien in Krümel und Brunsbüttel unter Druck geraten ist. Für einen Beitrag des Bundesamtes für Strahlenschutz zu Schacht KONRAD sah das Programm indes nur ganze 15 Minuten vor.

Ganz so wollte sich das Bundesamt für Strahlenschutz auf seiner eigenen Anlage denn doch nicht rudimentarisieren lassen. Nach Informationen des BfS-Pressesprechers Gross wird jetzt BfS-Vize Rösel den Stand der Entsorgung in Deutschland erläutern.

Welche Rolle Bruno Thomauske noch spielen wird, ist uns nicht bekannt und wir sind auch einigermaßen verwundert, dass es für den Vattenfall-Manager derzeit nichts Wichtigeres gibt.

Propaganda und Geld statt Fakten

Insgesamt sieht die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. eine deutlich Verengung der Informationsarbeit des Bundes zu KONRAD auf reine Propaganda. Das Auftreten des Atomforums auf KONRAD folgt einem natürlich von Medien begleiteten Besuch von Kommunalpolitikern aus Mühlheim-Kärlich (wo ein Reaktor abgerissen und in KONRAD eingelagert werden soll) in den letzten Wochen. Und dass ausgerechnet ein ehemaliger Regierungssprecher von Sigmar Gabriel aus Hannover die KONRAD-Infostelle in der Fußgängerzone von Sz-Lebenstedt leiten soll, spricht Bände. Polidor: Die Stimme seines Herren.

Begrüßung eines alten Weggefährten . . .

Wer Bruno Thomauske begrüßen möchte, ist herzlich eingeladen, am morgigen Mittwoch, dem 11. Juli um 09.15 Uhr zu Schacht KONRAD zu kommen. Die Veranstaltung des Atomforums soll um 09.45 Uhr beginnen.