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Burg Lichtenberg in Salzgitter wurde von Herzog Heinrich dem Löwen erbaut
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Archäologische Arbeitsgemeinschaft entdeckt Teile von Schalenurne aus dem 4. Jahrhundert nach Christus
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| Kolloquium : Burg Lichtenberg in der Zeit Kaiser Otto IV. |
Vor 800 Jahren verbrachte der damalige König Otto IV. Weihnachten auf der Burg Lichtenberg. Von seinem Vater Herzog Heinrich dem Löwen erbaut und von Otto baulich erweitert, spielte die mächtige Anlage während der Kämpfe zwischen Staufern und Welfen eine bedeutende Rolle. Am Samstag, 27. November, ist das Jubiläum für Förderverein Burg Lichtenberg, Geschichtsverein und Kulturamt der Stadt Salzgitter Anlass für ein Kolloquium über das Bauwerk im Spannungsfeld von Herrschaft und Militär vor, während und nach der Regierungszeit von Kaiser Otto IV. Die Veranstaltung im Saal des Burghotels Lichtenberg ist kostenfrei. Sie beginnt um 9 Uhr und endet gegen 18 Uhr.
Die Liste der Referenten ist lang und prominent. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Helmut Knebel und einführenden Worten von Prof. Dr. Bernd Ulrich Hucker (Vechta) sowie dem Leiter des Kulturamtes der Stadt, Dr. Jörg Leuschner, sprechen Prof. Hartmut Rötting (Cramme), Bezirksarchäologe Dr. Ralf Geschwinde (Braunschweig), Dr. Sonja König (Braunschweig), Prof. Dr.Dr. Nicolaus C. Heutger (Hannover), Dr. Caspar Ehlers (Göttingen), Dr. Mark Feuerle (Vechta) und Prof. Dr. Dr. Dr. H.C. Hans G. Trüper (Bonn).
Die Themen reichen von der Keramikforschung für das 9. bis 12. Jahrhundert im nördlichen Harzvorland über Grabungen in der Wüstung Klein Freden (einem Teil des heutigen Lichtenberg), Geschichte und Gegenwart von Burg und Stift Steterburg bis zu den Festen Lichtenberg und Harzburg als kaiserliche Aufenthaltsorte. Weitere Vorträge behandeln die mittelalterliche Wurfmaschine sowie stauferzeitliche Edelherren und Dienstmannen auf den Burgen.
Die Burg Lichtenberg diente als Aufenthalt für Kaiser und Bischöfe. Sie wirkte zudem auf ihre Umgebung und darüber hinaus in vielfacher Hinsicht ein. So wurde sie seit dem 13. Jahrhundert Kristallisationspunkt eines großen Verwaltungsbezirks, des Amtes Lichtenberg. Das interdisziplinäre Kolloquium wurde konzipiert, um alle Aspekte zu vertiefen und die Ergebnisse insbesondere der aktuellen archäologischen und bauhistorischen Forschungen zu einem Bild der Zeit um 1200 zu vereinen.
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Ohne Zweifel gehörte sie zu den bedeutendsten Anlagen ihrer Art seit der Zeit Heinrich des Löwen (1129-1195), die Burg Lichtenberg. Auf einer steilen Bergkuppe des Salzgitter-Höhenzuges gelegen, diente sie dem großen Braunschweiger Welfen-Herzog zur Sicherung seiner Machtbasis gegen die Nachbarn in der Bischofsstadt Hildesheim und dem kaiserlichen Goslar.
Durch ihre strategisch wichtige Lage konnten auch Handelsstraßen beherrscht werden. Nach dem offenen Streit mit Heinrich dem Löwen war sie 1180 ein bevorzugtes Angriffs- und Eroberungsziel von Kaiser Friedrich Barbarossa und seinen Truppen.
1194 gab Friedrichs Nachfolger Heinrich VI. Sie dem Welfen zurück. Zerstört wurde die Burg Lichtenberg erst 1552 als Folge des Schmalkaldischen Krieges durch Kanonen des Söldnerführers Vollrad von Mansfeld in einer Fehde mit dem Braunschweigischen Herzog Heinrich dem Jüngeren.
Dennoch geriet sie nie in Vergessenheit. Bis in die 50er Jahre dieses Jahrhunderts waren Ruine und der Ort Lichtenberg ein beliebtes Ausflugsziel.
1995, im 800. Todesjahr von Heinrich dem Löwen, haben auf dem Burggelände mit Unterstützung des Landes Niedersachsen, von Stiftungen, privaten Spendern und der Stadt Salzgitter umfangreiche Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten begonnen. Sichtbares Zeichen ist ein neues Holzgerüst mit Aussichtsplattform auf dem Bergfried, der Besuchern bei guter Fernsicht einen herrlichen Blick auf das nördliche Salzgitter und die Landschaft vom Harz mit dem Brocken bis nach Braunschweig erlaubt. Außerdem gibt es im Bergfried eine neue Dauerausstellung des Stadtarchivs über die Burg und ihre Geschichte.
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